Vor kurzem war die Internationale Gesamtschule Heidelberg Gastgeberin eines besonderen Events: einem Netzwerktreffen zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung, kurz BNE.
Lehrkräfte und Projektverantwortliche aus verschiedenen Heidelberger Schulen tauschten sich über ihre BNE-Projekte aus.
Nach der Begrüßung durch unsere Schulleitung stellten die Schulen sich und ihre Schwerpunkte vor. Es ging um die Gestaltung von Schulgärten und Hochbeete, um Artenvielfalt, um das „Never-Ending-Thema“ der Mülltrennung, um Kleidertauschparties, um die Sammlung von Wunschthemen für die Zukunft sowie um Erfahrungsaustausch darüber, wie man Schülerinnen und Schüler motiviert und aktiviert, den Spagat zwischen Bildungszielen und kreativen Ideen schafft sowie darüber, wie man den Unterricht und die Wissensvermittlung über erneuerbare Energien gestalten kann.
Neben den Lehrkräften waren auch Christine Fiedler und Laila Gao vom Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie sowie Andreas Caelers vom Landschafts- und Forstamt der Stadt Heidelberg dabei. Sie bereicherten die Gespräche mit wertvollen Einblicken.
Eines der wiederkehrenden Themen war für viele Teilnehmer*innen die Mülltrennung, die an einigen Schulen noch nicht optimal läuft. Es kam zur Sprache, dass das Reinigungspersonal mangels getrennter Mülltonnen oft die Mülltrennung wieder aufheben muss. Dennoch besteht der Wunsch, trotz finanzieller Engpässe der Stadt Heidelberg weiterhin an Verbesserungen zu arbeiten und Synergien zu nutzen, um Kosten einzusparen.
Darüber hinaus stellten die BNE-Lehrkräfte spannende Projekte vor.
Eines davon war die Umgestaltung und Erweiterung von Fahrradstellplätzen an einer beruflichen Schule in Wieblingen. Es ging um die Einrichtung von Ladestationen für E-Bikes, damit sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer ihre Räder bequem laden können. Es wurde über vandalismussichere Fahrradstellplätze gesprochen, die es ermöglichen, E-Bikes sicher abzustellen, gerade an Orten, wo es bisher noch keine Lademöglichkeiten gibt.
Ein weiteres Projekt, über das berichtet wurde, ist der Plan, ein Windrad auf dem Dach eines fünfstöckigen Gebäudes zu installieren. Die Gelder dafür sind bereits vorhanden, allerdings fehlt noch die Genehmigung der Stadt.
Interessant war auch die Idee der Einrichtung von Solarbänken auf einem Schulhof, auf denen man per Photovoltaik Handys aufladen kann – eine Idee aus der Schülerschaft selbst.
Im Anschluss fand ein Schulrundgang an der IGH statt. Jens Neumann zeigte den BNE-Teams konkrete Umsetzungsbeispiele an unserer Schule.
Es wurden auch viele Fragen gestellt: Was dürfen Schülerinnen und Schüler? Welchen Projekten sind rechtliche Grenzen gesetzt? „Am Anfang steht eine Idee, bei ihrer Umsetzung sieht man sich konkreten Schwierigkeiten gegenüber“, wie Kathrin Schillinger berichtet: „Sind die Fluchtwege eingehalten? Sind die Leitern, die man nutzt, geprüft?“
Ziel des Treffens war, gemeinsam mit anderen Schulen und städtischen Partnern an einer nachhaltigeren Zukunft und für nachhaltige Bildung zu arbeiten.
Das Treffen hat gezeigt, wie vielfältig die Ideen sind, um Nachhaltigkeit an Schulen umzusetzen, wie stark Schülerinnen und Schüler mit gestalten und wie wichtig der Austausch und die Zusammenarbeit sind, um nachhaltige Bildung voranzubringen.
Text und Fotos:
Iunia Ionescu



