Ein ganz besonderer Gast an einem vertrauten Ort: Der gefeierte Autor und ehemalige IGH-Schüler Saša Stanišić besuchte die Schule. Der Anlass hätte kaum schöner sein können: Die feierliche Prämierung des schulinternen Schreibwettbewerbs, der von unserem engagierten Lehrkräfte-Team – Christiane Engel, Susanne Schuler, Thomas Wachenfeld und Katrin Weingart – ins Leben gerufen und organisiert wurde.
Der Vormittag begann mit einem Schmunzeln und einem ungewöhnlichen Geschenk. Physik-Lehrer Martin Wetz überreichte dem Gastautor zum Auftakt einen selbstgebastelten kreisförmigen Stromkreis inklusive Ersatzteilen. Stanišić’ letztes Buch trägt den Namen „Mein Unglück beginnt damit, dass der Stromkreis als Rechteck abgebildet wird: Eine Ermutigung“.
Nach diesem Einstieg betonte Stanišić, dass die IGH für ihn kein gewöhnlicher Ort sei. Hier habe er schließlich selbst einst gelernt – oder manchmal eben auch nicht. Bis heute verbinde er ganz bestimmte Erinnerungen mit dem Schulgebäude, insbesondere olfaktorische: Der unverkennbare Duft von Soßenbinder und Bratensoße aus der Mensa schoss ihm sofort wieder in den Kopf – auch wenn es damals kurioserweise nie den passenden Braten dazu gegeben habe.
In einem inspirierenden Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern gab der Autor tiefe Einblicke in seine eigene Biografie und Motivation. Warum fing er überhaupt an zu schreiben?
„Wenn ich schrieb, wurde das Leben leichter. Es war, als hätte sich die Schwere in der Geschichte aufgelöst.“
Seine eigene Jugendwelt sei nicht immer einfach gewesen, das Erfinden von Geschichten jedoch ein Ausweg. Um mit seinen Werken nicht allein zu bleiben, begann er, sie seinen Eltern vorzulesen oder sie seinem damaligen Lehrer, Herrn Nickisch, zu zeigen. Genau aus diesem Grund liegt Stanišić der Schreibwettbewerb am Herzen: Er möchte den Jugendlichen zeigen, dass man mit Hilfe von Geschichten im Leben weiterkommen kann.
Das diesjährige Thema des Wettbewerbs bot reichlich Zündstoff für die Fantasie: „Eine Welt ohne Erwachsene“. Ein Thema, das auch Stanišić kurz schlucken ließ – bedeutete es doch theoretisch eine Welt ohne ihn selbst.
Beim Sichten der eingereichten Texte fiel dem Autor eine spannende Dynamik auf, die fast alle Geschichten teilten. Jede von ihnen beginnt im absoluten Rausch. Es ist erst einmal „geil“ – die Kinder genießen die grenzenlose Freiheit und essen Unmengen an Pizza und Eis. Doch schnell merken sie, dass sie sich selbst organisieren müssen. Sie schmieden Bündnisse und verteilen Aufgaben, die sonst die Großen übernehmen: Wer fährt Auto? Wer übernimmt die Ämter?
Am Ende schafften es die wenigsten Texte, die Utopie aufrechtzuerhalten. Meistens kehrten die Erwachsenen zurück.
Die Texte der Schülerschaft spiegelten dabei tiefgründige Fragen nach Verantwortung und dem Wunsch nach einer „guten Welt“ wider. Sogar das Thema Krieg wurde reflektiert: Wenn Erwachsene Kriege führen, obwohl jeder Erwachsene mal ein Kind war und jedes Kind mal erwachsen wird – wie kann es dann eine Welt ohne Kriege geben?
Aus den zahlreichen Einsendungen schafften es die sieben besten Texte in die engere Auswahl. Am Ende wurden zwei strahlende Gewinner gekürt: Linus Kumbier und Valentina Keil. Liliia Stognienko aus der Klasse 7A1 entwarf die Illustration für die Urkunden der Gewinner.
Was macht eine gute Geschichte aus?
Lehrer Thomas Wachenfeld führte weiter durch die Veranstaltung und lüftete das Geheimnis, wie die Texte überhaupt bewertet wurden und warum es eine Jury braucht. Wer hier an eine strenge Benotung der Rechtschreibung dachte, lag falsch. Das oberste Kriterium lautete: Spaß am Lesen.
Es ging der Jury darum, eine originelle Idee ausfindig zu machen. Gesucht wurden Formulierungen, die „knirschen“ und „aufhorchen lassen“ – Sätze, die den Leser dazu bringen, in einen echten Dialog mit dem Text zu treten, um ihn zu begreifen.
Emily Nagel und Lotte Boesenecker verliehen den Geschichten der Hauptgewinner eine Stimme und lasen Auszüge aus den beiden Gewinnertexten vor.
Valentinas Text widmet sich der emotionalen Wut zwischen einem Erwachsenen und einem Kind – dem Gefühl, ungerecht behandelt und nicht verstanden zu werden. Valentina erzählt in malerischen Bildern, wie die Kinder die Kommunikation mit Erwachsenen wahrnehmen und taucht in eine Traumwelt ohne Erwachsene, dafür voller Chips und Gummibärchen ein, aus der sie von einer wieder zugewandten lieben Mutter geweckt wird. Der zerbröselte halbe Keks tanzt in einer Sofaritze, die sowohl in der realen Welt als auch in der Traumversion zuhause ist.
„Ist das nicht irgendwie auch genial? Niemand, der uns sagt, was wir tun sollen“, heißt es in Linusˋ Geschichte im Namen der Kinder, gefolgt von atmosphärischen Sätzen wie „Niemand dachte an morgen“.
Sobald die Erwachsenen verschwinden, ist jedoch auch das Leitungswasser weg oder ein Stromausfall legt die Welt lahm. Es geht um die existentielle Frage, wer eigentlich die Regeln des Zusammenlebens bestimmt. Der junge Autor trifft in seiner Erzählung viele kluge Entscheidungen. Das Besondere: Am Ende dürfen die Kinder sogar selbst bestimmen, ob die Erwachsenen überhaupt wieder zurückkommen dürfen oder nicht. Ein echtes erzählerisches Highlight, von dem Saša Stanišić zugab, dass er sich gewünscht hätte, der Text wäre weitergegangen! Ob die Erwachsenen per Knopfdruck auf „Rückkehr aktivieren“ zurück kommen sollen, wollen sich die Protagonisten gut überlegen. Die Entscheidung bleibt offen.
Neben der Anerkennung gab es für die beiden Prämierten ein Preisgeld von 200 €. Saša Stanišić betonte, dass dieses Geld nun hoffentlich genau dafür eingesetzt würde, womit die Geschichten begonnen haben, nämlich für den Kauf von Unmengen an Pizza!
Zum krönenden Abschluss dieses ersten Teils ging niemand leer aus. Lehrerin Susanne Schuler übergab jedem einzelnen Teilnehmer des Wettbewerbs eine persönliche Urkunde, die Saša Stanišić für alle unterschrieb.
Direkt im Anschluss öffneten sich die Türen für die zweite Veranstaltung des Tages: Eine exklusive Lesung und Podiumsdiskussion für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Drei Schülerinnen übernahmen souverän die Moderation, die sie zusammen mit ihrer Kursleiterin, Anke Müller, vorbereitet hatten und begrüßten neben Saša Stanišić zwei ganz besondere Gäste auf der Bühne: seine ehemaligen IGH-Lehrer Werner Gebhard und Werner Nickisch, die aus dem Nähkästchen über Sašas Jugendzeit plauderten.
Der Einstieg geriet herrlich humorvoll durch ein kurzes Aufwärmspiel, bei dem die drei Herren unvorbereitet Sätze beenden mussten. Auf die Frage „Wäre ich ein Tier, wäre ich ein...“ antwortete Herr Nickisch prompt: „...Feuersalamander!“ Als die Lehrer gebeten wurden, ihren ehemaligen Schüler Saša Stanišić in nur einem einzigen Wort zu beschreiben, schmunzelte Herr Nickisch und kapitulierte: „Das geht nicht!“ Kollege Gebhard machte es ihm nach und fand die Formulierung: „Ein toller Typ, der mir immer Spaß und manchmal Ärger gemacht hat.“ Er verriet zudem ein amüsantes Detail aus der Vergangenheit. In den damaligen Geschichtsklausuren habe er Saša sogar explizit angeraten, „keine Romane zu schreiben“: Ein Rat, den der heutige Bestsellerautor zum Glück aller Beteiligten ignoriert hat!
Nach den unterhaltsamen Spielen mündete die Veranstaltung in ein tiefgründiges Interview, das vom Moderationstrio geleitet wurde. Im Zentrum stand die existenzielle Frage: Wie definiert man Herkunft?
Saša Stanišić kritisierte, dass der Begriff im politischen und alltäglichen Sinne oft eindimensional verwendet würde – meist reduziert auf die bloße Information, woher man geografisch kommt. Für ihn sei das nicht komplex genug. Ein Mensch sei schließlich viel mehr als seine Gene und sein Geburtsort. Vielmehr gehe es um die Facetten des Aufwachsens. Finanzielle Bedingungen, das soziale Miteinander, Werte, Kultur und Religion spielten eine große Rolle.
Er fügte einen hoffnungsvollen Gedanken hinzu: „Herkunft ist wandelbar. Man wächst weiter und kann im Laufe des Lebens bewusst daran arbeiten, welche Parameter das eigene Leben prägen sollen.“ In der Theorie sei das zwar einfacher als in der Praxis, jedoch sei für ihn klar: „Die Herkunft läuft immer mit. Aber in Herkunft steckt auch Zukunft.“
Die beiden ehemaligen Lehrer bereicherten die Diskussion um wichtige gesellschaftliche Perspektiven. Werner Nickisch gab einen sehr persönlichen Einblick. Er erzählte, dass er selbst ein Flüchtlingskind aus Schlesien sei, in einer sehr religiösen Familie nach dem Zweiten Weltkrieg geboren. Ihn habe tief geprägt, dass seine Familie damals immer Menschen fand, die sie unterstützten. Daraus erwuchs seine große Empathie für die geflüchteten Jugendlichen an der IGH. Sprachliche Hürden wurden in den Vorbereitungsklassen der Schule vorbildhaft aufgefangen.
Saša Stanišić selbst blickte dankbar auf diese Zeit zurück. Gerade die Vorbereitungsklassen hätten eine extrem vielfältige Klientel vereint. Trotz der intensiven Dynamik, die diese Vielfalt mit sich brachte, seien die Kinder damals zusammengewachsen. Diese Erfahrung habe ihm so viel Kraft gegeben, dass er später beruflich genau diesen Schutzraum auch an andere Kinder weitergeben wollte, weshalb er zunächst „Deutsch als Fremdsprache“ studierte.
Werner Gebhard kritisierte wiederum, dass in Deutschland die soziale Herkunft nach wie vor eine viel zu große Rolle für den weiteren Bildungsweg spiele. Andere Länder machten das besser. Er lobte jedoch ausdrücklich die IGH, die der Integration von Kindern aus allen Schichten und Ländern seit jeher besonders gut beikomme. Das zeigte sich auch am Ende jedes Schuljahres, wenn er als Oberstufenberater die Abitursstatistiken auswertete. Er sei immer unheimlich stolz und glücklich gewesen zu sehen, wie viele Jugendliche mit einer Haupt- oder Realschulempfehlung oder einer Vergangenheit in der Vorbereitungsklasse erfolgreich ihr Abitur bestanden. Genau darin liege die hohe Qualität der IGH.
Zum Abschluss stellten die Schülerinnen den drei Gästen eine sehr emotionale Frage: „Gab es einen bestimmten Moment, in dem Sie das Gefühl hatten, angekommen zu sein?“
Herr Nickisch reflektierte, dass es in seinem Leben verschiedene Phasen gegeben habe, er sich beruflich aber an der IGH absolut angekommen fühlte.
Herr Gebhard steuerte eine charmante Anekdote bei: Er sei damals der Liebe wegen nach Heidelberg gezogen. Schon beim allerersten Betreten der Schule, gleich hinter der Eingangstür, habe er gespürt, dass er hier richtig sei, als er beim Betreten des Schulgebäudes eine riesige Friedenstaube sah.
Saša Stanišić fasste zusammen, dass „Ankommen“ aus vielen kleinen Splittern im Leben bestehe. Eine Flucht würde eine ganz andere Art des Ankommens nach sich ziehen, als einfach nur mit dem Bus am Ziel auszusteigen. Man müsse jeden Tag mehr als Tausend Entscheidungen treffen. Wenn sich diese Entscheidungen gut und selbstbestimmt anfühlen, dann habe man den Punkt des Ankommens erreicht.
Er erinnerte sich an sein schwieriges erstes Jahr in Deutschland zurück: Die quälende Frage, ob die Familie bleiben durfte, die Abhängigkeit von Behörden und anderen Menschen, die Sorge, ob die Eltern Arbeit finden würden, standen im Vordergrund. Erst nach etwa einem Jahr wendete sich das Blatt. Er konnte dann seine Wünsche und Sorgen besser auf Deutsch kommunizieren, sein Vater durfte nachkommen, seine Mutter fand Arbeit, der Aufenthalt war sicher. Wichtige weitere Meilensteine des Ankommens waren selbstbestimmte Dinge, die ihm ein Gefühl von Normalität zurückgaben: eine eigene Wohnung, das erste Mal Händchen halten mit einer Freundin sowie etwa die Freiheit, das Essen in der Schulmensa auch mal nicht essen zu müssen.
Für lautes Lachen im Publikum sorgte eine weitere Anekdote von Herrn Gebhard: Als Saša in der 11. Klasse zu ihm kam, um sich wegen der Wahl seiner Leistungskurse beraten zu lassen, wollte der spätere Schriftsteller Deutsch und Geschichte wählen. Herr Gebhard – in seiner Rolle als Oberstufenberater – war jedoch skeptisch, da beide Fächer extrem sprachlastig waren und er wusste, dass Sašas Muttersprache nicht Deutsch war. Er riet Saša daher zu Biologie und Sport. Zum Glück aller Beteiligten ignorierte Saša Stanišić auch diesen Rat!
Zum krönenden Abschluss des Tages schlug Stanišić die Brücke zu seinem literarischen Schaffen. Er las bewegende Passagen aus seinem preisgekrönten Buch „Herkunft“ vor und ließ die Zeit seiner eigenen Jugend an der IGH vor den Augen der Zuhörer vorbeiziehen.
Dabei erweckte er Szenen voller liebevoller Komik zum Leben. Er las von einer Erinnerung an seinen Opa, mit dem er einst im Supermarkt eine Salami kaufte. An der Kasse wunderte sich der Großvater lautstark über die Plastikverpackung der Wurst und rief mitten in der Schlange aus: „Eine Salami muss frei sein!“
Auch die berüchtigte Aral-Tankstelle auf dem Emmertsgrund fand ihren Platz in der Lesung. An dieser Tankstelle, so erinnerte sich Saša, gab es damals einfach alles, was man als Jugendlicher brauchte: eine Toilette, Getränke, Riegel und vor allem nie Stress. Für ihn war das damals die „Schweiz des Emmertsgrunds“ – ein friedlicher, guter Ort, um von dort aus weiter in die Welt zu ziehen.
Saša erinnerte sich an besondere, prägende Projekte, die er an der Schule realisieren durfte – wie zum Beispiel die abenteuerliche Anschaffung fleischfressender Pflanzen für den Schulgarten.
Er verriet, dass er sich einst sogar als Klassensprecher beworben hatte. Warum das am Ende nicht klappte? Seine damalige Klasse, so lachte er, war für seine visionären Pläne, den Kommunismus, wohl einfach noch nicht reif genug.
Wie aus einem Lehrer-Schüler-Verhältnis eine Freundschaft wurde, bewegte das Publikum in der Aula ganz besonders.
Herr Nickisch erinnerte sich genau an den Moment, an dem der Funke übersprang. Es war in einer Literaturstunde über Bertolt Brecht. Es ging um eine Geschichte, in der ein Baby aus einem brennenden Haus gerettet wird. Saša reagierte auf diesen Text mit dem spontanen Kommentar: „Das ist aber schön geschrieben.“ Für Herrn Nickisch war das der Startschuss für eine ganz persönliche Beziehung; er merkte sofort, dass sich hier Interesse für Literatur verbarg. Während Sašas Schulzeit legte Herr Nickisch sogar einen dicken Ordner mit über 100 Gedichten seines Schülers an, den er stets motivierte weiterzumachen.
Jahre später las Herr Nickisch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass Saša den renommierten Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt gewonnen hatte. Er schrieb ihm sofort eine Gratulations-E-Mail. Saša freute sich riesig und bedankte sich für die Unterstützung, die er als Schüler von Herrn Nickisch erhalten und die ihm geholfen hatte, sein Talent zu entwickeln. Das Eis war gebrochen, und im Jahr 2006 lud Herr Nickisch den frisch gebackenen Erfolgsautor zum ersten Mal an die IGH ein.
Auch zu Herrn Gebhard entwickelte sich nach der Schulzeit eine Freundschaft – getragen durch einen bewegenden Zufall. Nach dem Tod seines Vaters fand Herr Gebhard im Elternhaus eine alte Kiste mit Feldpostbriefen, die sein Vater während des Zweiten Weltkriegs an seine Mutter geschrieben hatte. Eine der Postkarten stammte aus der Stadt Višegrad. Herr Gebhard erinnerte sich sofort daran, dass sein ehemaliger Schüler Saša genau aus Višegrad stammte. Als sich die beiden das nächste Mal trafen, war Saša fasziniert von dem historischen Briefwechsel und begann sofort, vor Ort in Višegrad zu den Hintergründen zu recherchieren. Dabei stieß er auf faszinierende Details: Er fand heraus, dass seine eigene Urgroßmutter eine bekannte lokale Sängerin in der Stadt gewesen war. Gleichzeitig fand er Belege dafür, dass die deutschen Soldaten in Višegrad damals häufiger Feste organisierten. Hier schloss sich ein fast unfassbarer Bogen der Geschichte: Es wäre möglich, dass seine Urgroßmutter auf einem dieser Feste dem Vater von Herrn Gebhard begegnet ist. Für Saša ein Paradebeispiel dafür, wie das Leben durch pure Zufälle die schönsten und berührendsten Geschichten schreibt.
Dass die literarische Ader in der Familie bleibt, verriet Saša mit einem stolzen Blick auf seinen elfjährigen Sohn Nikolai. Dieser zeige bereits großes Interesse an Literatur und führe eifrig Tagebuch. Demnach durfte Nikolai sogar schon drei kleine eigene Geschichten zu einem Kinderbuch beisteuern.
Zum großen Finale der Veranstaltung schloss Saša Stanišić den Bogen zum Beginn des Tages und nutzte das Bild des geschenkten Stromkreises für ein kraftvolles Schlusswort an die Schulgemeinschaft. Obwohl er betonte, dass er sich eigentlich nicht in der Position sehe, Ratschläge zu erteilen, gab er den Schülerinnen und Schülern einen inspirierenden Leitgedanken mit auf den Weg:
„Wir können im Leben füreinander wie in einem Stromkreis sein – sowohl Schalter als auch Widerstand. Legt die Schalter füreinander um! Freut euch gegenseitig an eurem Gelingen, repariert die Brüche, seid euch selbst Vorbilder und findet euren eigenen Strom.“
Die IGH gratuliert Valentina und Linus sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich zu ihren großartigen literarischen Leistungen. Ein riesiges Dankeschön geht an Saša Stanišić, seine ehemaligen Lehrer und das gesamte Organisationsteam für diesen facettenreichen, inspirierenden und unvergesslichen Tag!



