100 6332Schon zum dritten Mal kann in diesem Schuljahr Schüleraustausch zwischen der Internationalen Gesamtschule Heidelberg und den beiden französischen Collèges Gérard-Philippe (Montpellier) und Georges Brassens (Lattes) stattfinden.


Am Dienstag, den 29. November kamen die französischen Gäste am Bahnhof in Heidelberg an und wurden herzlich von Ihren Gastfamilien in Empfang genommen.
An ihrem ersten „richtigen“ Tag in Heidelberg, fand eine offizielle Begrüßung an der IGH statt. Der Schulleiter, Herr Giese, die Abteilungsleiterin der Fremdsprachen, Frau Fichtner-Siegel und die Organisatorin des Austausches, Frau Siebecke, hießen die Gäste herzlich willkommen. Den musikalischen Rahmen gestaltete die Musikfachschaft der IGH mit ihren Gruppen: das Recyclingorchester führte vor, wie man ein vielfältiges Musikstück auch ohne gekaufte Instrumente kreieren kann. Eine Französischklasse begeisterte mit ihrer Interpretation des bekannten Chansons „Je veux“ von Zaz und eine Gruppe von etwas jüngeren Schülerinnen und Schülern sang ein französisches Willkommenslied.

Im Anschluss wurden die französische Schülerinnen und Schüler durch das recht weitläufige Schulgebäude geführt und konnten dann einen Einblick in den Unterrichtsalltag an der IGH bekommen, indem sie verschiedene Klassen im Unterricht begleiteten.

Am Donnerstag stand die Stadt Heidelberg auf dem Programm. Über den Bismarckplatz, die Neckarstaden und die alte Brücke ging es in Richtung Zentrum, wo die gesamte Gruppe zunächst sehr herzlich im Montpellierhaus empfangen wurde. Die Leiterin des Montpellierhauses, Frau Jauregui legte großen Wert darauf, den Jugendlichen zu erläutern, wie wichtig ein Fremdsprachen­erwerb und ein Auslandsaufenthalt in der heutigen Zeit sind.

Danach ging es in Richtung Rathaus, wo die gesamte deutsch-französische Gruppe im großen Sitzungssaal von offizieller, städtischer Seite durch Herrn Böll willkommen geheißen wurde. Auch zu diesem Anlass trat wieder ein Musikensemble der IGH, die Bracher-Kracher mit einem klassischen und einem eher modernen Stück auf.
Zum, Ende der Veranstaltung konnten die Gäste und auch die deutschen Schülerinnen und Schüler sich alle über einen Original Heidelberger Studentenkuss freuen und folgten dann freudig der Einladung der Stadt Heidelberg zu einem Mittagessen in der städtischen Kantine.

Am Freitag gingen die französischen SchülerInnen ohne ihre deutschen Partner auf Erkundungstour der Heidelberger Altstadt: sie hatten eine Führung im Heidelberger Schloss und trafen dann um die Mittagszeit wieder an der IGH ein, wo sie gemeinsam mit der Klasse 9B1 einen Workshop durchführten. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren im Gespräch in Kleingruppen Einiges über die Weihnachtsbräuche des jeweils anderen Landes. Sie übersetzten traditionelle Weihnachtsrezepte und nahmen diese dann mit nach Hause, um sie vielleicht gleich in die Tat umzusetzen.

Das Wochenende verbrachten alle in den Familien und am Montag traf sich die ganze Gruppe zu einem Ausflug ins Schloss Schwetzingen. Die deutschen und die französischen SchülerInnen bekamen eine Führung in der jeweiligen Muttersprache und haben danach in Kleingruppen im Schlossgarten eine sehr abwechslungsreiche Rallye gemacht.
Einer der Höhepunkte des Austauschprogramms war sicherlich der Ausflug am Dienstag: es ging nach Sinsheim, wo ein Besuch der Arena und des Technikmuseums anstanden. Die Gruppe wurde zunächst durch die Arena der TSG Hoffenheim geführt und bekam viele Informationen zu diesem Gebäude vermittelt. Die Gruppe konnte sogar in Presseräume, in einige sehr luxuriöse Logen von betuchteren Hoffenheim-Anhängern und in die Mannschafts-Umkleidekabinen hinein und bekam das neue Rasenkonzept erklärt.
Danach ging es direkt in das Technikmuseum Sinsheim und die Jugendlichen konnten zunächst draußen ein wenig Energie ablassen. Dann konnten die Flugzeuge besichtigt werden: man konnte tatsächlich in viele der ausgestellten Maschinen einsteigen und sie von innen anschauen, auch wenn diese manchmal gar nicht so stabil schienen (z.B. die Tupolev, die auch ein wenig schwankte). Im inneren Teil des Museums begeisterten viele Wägen aus den letzten zwei Jahrhunderten unsere französischen Besucher.

Der letzte Tag des Austauschs stand dann unter einem sportlichen Stern: die Deutschen und die Franzosen gingen gemeinsam zum Eislaufen in der Eppelheimer Eishalle. Spätestens dort wurde sichtbar, dass sich die deutsch-französische Freundschaft in den letzten tagen wirklich vertieft hatte: es ging nicht mehr um Nationalitäten, sondern nur noch darum, dass Jeder und Jede wirklich auf dem Eis voran kamen. Wer gar nicht konnte, der bekam mit viel Energie einen Eisstuhl organisiert und wurde von vielen helfenden Händen über die Bahn geschoben.