Was ist das Aufgabenstunden-Konzept?
Als Schule besonderer Art hat sich die IGH schon immer um neue pädagogische Ansätze bemüht. Das Aufgabenstunden-Konzept stellt eine Fortführung und Ausweitung des seit Langem in der Orientierungsstufe erprobten Eigenverantwortlichen Arbeitens (EvA) dar. Dies erscheint uns sinnvoll, weil wir gemäß dem Leitbild der IGH von einem „pädagogischen Optimismus“ ausgehen. Damit meinen wir, dass Kinder, Heranwachsende, alle Lernende umso lieber und umso besser lernen, je mehr man ihnen das Zutrauen entgegenbringt, dass sie das auch können. Er erscheint uns aber auch notwendig, weil sich im Laufe der letzten Jahrzehnte vieles verändert hat: die Heranwachsenden, die Wünsche und Erwartungen der Eltern, generell die gesellschaftlichen Erwartungen an Schule und Unterricht. Bildungspläne verschieben den Akzent weg von dem, was gelehrt wurde, auf das, was tatsächlich gelernt wurde. Mit dem Aufgabenstunden-Konzept wollen wir die Lernkultur mit dem Ziel einer größeren Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler verändern und Ihren individuellen Lernbedürfnissen entsprechen.
Wie wird das Aufgabenstunden-Konzept konkret umgesetzt?
An jedem Schultag, außer am Mittwoch, gibt es insgesamt 6 Aufgabenstunden in der Woche, wenn möglich überwiegend am Nachmittag. Dies gilt für die Klassen 5-10 seit dem Schuljahr 2019/20.
Die Schülerinnen und Schüler teilen sich diese Zeit selbstständig ein. Dies geschieht, beraten durch die Lehrkräfte, meist in der ersten Dalton-Stunde montags. Von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern, gibt es Lernpläne mit verschiedenen Fragen, Übungsaufgaben, Aufträgen zum Experimentieren usw., die in der Regel innerhalb einer Woche erledigt werden sollen.
Die Schülerinnen und Schüler wählen die Fächer bzw. Themen, die sie in den Aufgabenstunden bearbeiten.
Dabei sollten sie sich von zwei Aspekten leiten lassen:
dem Übungsbedarf bei bestimmten Themen und
dem Interesse an bzw. der Neugier auf bestimmte(n) Themen.



